Veröffentlicht am Fr., 16. Nov. 2018 07:00 Uhr

Vom 2. - 4. November verbrachte das Münstheater eine Theaterseminarfreizeit im idyllischen Kloster Bursfelde, um an der aktuellen Theaterproduktion “Die Bremer Stadtmusikanten” zu arbeiten. Nächstes Jahr feiert das Märchen 200-jähriges Jubiläum als Niederschrift der Gebrüder Grimm. Das volkstümliche Märchen wird im Januar von dem sechsköpfigen Ensemble witzig, emotional und dramatisch auf die Bühne gebracht und ist mit allerlei volkstümlichem Liedgut gespickt. In den Hauptrollen spielen in der Fassung Esel, Hund, Katze, Hahn mit Bär und Löwe die Erzählung von Freundschaft, schiefen Tönen und tierischem Ernst. In der Inszenierung findet der Umstand des Aufbruchs im Alter und Wendepunkte im Leben den verbindenden Satz “Etwas besseres als den Tod findest du überall” und bespielt die geistige Haltung eines jeden Christenmenschen mit der Auferstehung nach dem irdischen Leben.

Die Anreise ins Kloster wurde durch eine lange Fahrt im bunten herbstlichen Wald mit all seinen Farben versüßt. Nachdem die Zimmer bezogen wurden und erste Einheit stattfand, wurde das Ensemble in den Rhythmus des Klosterlebens bei der Abendandacht und gemeinsamen Abendbrot aufgenommen. Konzentriertes Arbeiten, das Mal-weg-Sein und das klösterliche ruhige Ambiente tat allen besonders gut.

Zeichen und Wunder passierten während der abendlichen Märchenerzählung mit Schattenspiel, als eine Kerze zum dramaturgischen Wendepunkt beim Aufbruch fast erlosch und wieder Feuer fing. Beim meditativen Spaziergang am Nachmittag traf das Ensemble auf einen verirrten Jagdhund der orientierungslos ausgerechnet mit dem “Esel” im Ensemble Freundschaft schloss und sein Halsband mit Telefonnummer des Herrchens ablesen lies und somit gerettet wurde. Er war durch die Weser geschwommen, die ja bekannterweise nach Bremen fließt. Durch die Hubertusmesse am Sonnabend in der Klosterkirche trafen die “Rollen” auf hunderte andere Waldbewohner, die sich als Jäger verkleidet hatten.

Vor dem Ensemble und Produktionsteam liegt noch viel Arbeit. Aber alle kamen ihrer Rolle ein großes Stück näher und fuhren inspiriert, energetisiert und mit Tatendrang am Wochenende zurück nach Einbeck.

Die Premiere ist ja bereits am 26. 1. 2019 um 20 Uhr.


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