Veröffentlicht am Do., 28. Feb. 2019 22:41 Uhr

Am Donnerstag, 28.02., begann der Stadtarchäologe Markus Wehmer mit einer Sondagegrabung die archäologische Voruntersuchung des Baugrunds für den Neubau des Gemeindesaals im Pfarrgarten von Stiftplatz 9. Dazu wurden mit Hilfe eines Baggers an zwei Stellen die obersten Bodenschichten abgezogen.

 

Im unteren Gartenbereich, der auf der Ebene des Gebäudes liegt, ergab sich ein Blick auf die Schichten des 18. Jahrhunderts. Dort hatten die damaligen Bewohner im Garten immer wieder das Niveau mit Schutt aufgefüllt. Eine Vielzahl von Keramik und anderem Haushaltsabfall wird jetzt ausgegraben und analysiert. Ein Goslarer Pfennig aus dem Jahr 1752 mit einer Mariendarstellung und Scherben von Fayence-Tellern aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ermöglichen eine genaue Datierung dieser Aufplanierung.

 

In der Nähe der Stadtmauer und der Gartengrenze oberhalb wurde ein tieferer Schnitt angelegt, wo dann auch das mittelalterliche Niveau sichtbar wurde. Auch dort befand sich viel aussagekräftiges Material. Unterhalb dieser ersten mittelalterlichen Siedlungsschicht der Stadt wurde eine weitere, ältere Fundschicht sichtbar. Die eigentliche Grabung wird hoffentlich eine Datierung auch dieser Schicht ergeben.

 

Markus Wehmer wird ausschließlich auf der zu bebauenden Fläche im Garten graben. Da bislang keine baulichen Strukturen wie Mauern oder andere Gebäudereste auf der Fläche sichtbar wurden, wird die Untersuchung und Dokumentation der Grabungsfläche relativ schnell erfolgen können und den Beginn des Baus hoffentlich kaum behindern.

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