Veröffentlicht am Di., 30. Apr. 2019 07:36 Uhr

Einbeck. Seit dem letzten Wochenende hängt am Kirchturm unserer Marktkirche eine Rettungsweste.

Jeden Tag fliehen Menschen auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa. Was immer sie dazu gebracht hat, viele von ihnen sind in Seenot und könnten gerettet werden.

„Suche Frieden und jage ihm nach“, ruft die Jahreslosung. Das hat uns dazu gebracht, nach einem Zeichen des Friedens zu suchen. Die Rettungsweste an unserem Kirchturm ist für die nächsten Wochen ein solches Zeichen. Mit ihr sagen wir als Kirchengemeinde: Unsere Solidarität gilt allen Menschen auf der Flucht, in Seenot, die ertrunken sind, die um sie trauern, die helfen.

Zusammen mit der Seebrücke Einbeck wurde am letzten Montag eine Friedensandacht in der Marktkirche gehalten.

Vor der Marktkirche war ein Schlauchboot aufgebaut, mit dem Flüchtlinge aus Nordafrika geflohen waren.

Menschen auf dem Mittelmeer ertrinken zu lassen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität und Menschenrechte. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte und sichere Häfen.
Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung – aus der Zivilgesellschaft heraus entstanden.

Inzwischen arbeiten in vielen Städten die Seebrücke und die Kirche zusammen, auch in Einbeck.

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